Stellungnahme zum Pressebericht im Gießener Anzeiger

Aktualisiert: Feb 5

Stellungnahme zum Pressebericht im Gießener Anzeiger vom 05.06.2019 „Unerträgliche“ Belastung .


In den oben erwähnten Pressebericht wird zu Recht die erheblich zu hohe Verkehrsbelastung einiger Straßenabschnitte in der Gemeinde Buseck durch den motorisierten Straßenverkehr benannt. Die Anwohner leiden darunter schon seit langem, was auch ich als Anwohner im Großen-Busecker Beuerner Weg bestätigen kann. Die Freien Wähler fordern zusätzliche Maßnahmen zu den Geschwindigkeitsmesstafeln.


Nach meiner Meinung soll hier nur an den Symptomen kuriert werden.


Die Straßenverkehrsbelastung in den größeren Buseckern Orten rührt nach meiner Schätzung zu zwei Dritteln von Innerorts-Fahrten her, ausgenommen der Rinnerborn in Alten-Buseck mit seinem erheblichen Anteil von Durchgangsverkehr.


Erforderlich wäre eine schrittweise Minderung des motorisierten Straßenverkehrs hin zu umweltverträglicherer und damit klimaverträglicherer Mobilität. Ein Bündel von Maßnahmen wäre erforderlich.


Zuerst müsste die seit Jahrzehnten einseitige Bevorzugung des Systems „Straße“ durch die große Politik mittels massiver Straßenverkehrs-Lobby aufhören. In den Haushaltsplänen der öffentlichen Hand ist dies deutlich ablesbar. Die Bedingungen für die Nicht-Autofahrer müssten deutlich verbessert werden.


In den Köpfen der Verkehrsteilnehmer sollte allmählich ein Umdenken erfolgen, in der Reihenfolge:

1. Zu Fuß Gehen

2. Fahrradnutzung, Nutzung Bus und Bahn

3. Erst dann Autonutzung

4. Einschränkung des Flugverkehrs in Europa


Der Güterverkehr, auch durch Lobbyarbeit, liegt in den letzten Jahrzehnten zu über 80% auf der Straße/Autobahn. Hier wäre die bereichsweise überzogene Arbeitsteilung in der Wirtschaft zu mindern und wieder die Schiene vermehrt zu nutzen. Seit einem Jahr wurden richtigerweise die Trassenpreise für den Schienengüterverkehr fast um 50% verbilligt. Ein negatives Beispiel ist zweifelsohne die einseitige Ausrichtung des Güterverkehrs im Gewerbegebiet Großen-Buseck Ost auf die Straße. Beim Beginn des Gewerbegebiets in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts waren sechs zukunftsweisende Firmen-Gleisanschlüsse eingerichtet worden. Bei drei Firmen (Edeka, Schwabfrucht und Holz-Möller) sind sie gänzlich verschwunden, bei zwei weiteren Umwelt-Firmen(!) ZAUG und Fa. Bohn stillgelegt. Nur einer wird von der Fa. Drachengas benutzt, wie lange noch(?). Weder von den Firmen noch von der Politik ist ein Umdenken feststellbar.


Zu all den vorgenannten, in meinen Augen grundsätzlich falschen Entwicklungen im Verkehrssektor, ist von den Freien Wählern nichts zu hören.


Stellungnahme von Erich Hof, SPD-Gemeindevertreter



Zum thematisierten Pressebericht:

https://www.giessener-anzeiger.de/lokales/kreis-giessen/buseck/freie-wahler-buseck-kritisieren-verkehrsentwicklung_20191818

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