Politischer Frühschoppen mit Thorsten Schäfer-Gümbel

Aktualisiert: 9. Juni 2019

Der SPD-Ortsverein Buseck hatte zu einem öffentlichen Politischen Frühschoppen mit dem stellvertretenden SPD-Bundesvorsitzenden und Hessischen Landesvorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel in die „Bürgerhaus-Gaststätte Oppenrod“ geladen. Der Vorsitzendes des SPD Ortsvereins Buseck, Norbert Weigelt, leidete die Diskussionsrunde. Eingeladen wurde zu dem Thema „Ein neuer Sozialstaat für eine neue Zeit“. Dazu kam es allerdings nicht, denn die aktuellen Ereignisse des Sonntagvormittags bestimmten die Debatte.


Die Nachricht, daß die SPD-Parteivorsitzende und Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles zurücktreten wolle, überraschte alle. Schäfer-Gümbel kritisierte, daß einige Parteigrößen verbal auf sie „eingedroschen“ hätten. Hinzu käme ungeschicktes Verhalten von Andrea Nahles.


Die Klimafrage sei nicht die alleinige Ursache für den SPD-Absturz bei den Wahlen und den Umfragen. Wo wollen wir eigentlich hin, wofür stehen wir? Wir müssen mehr über inhaltliche Fragen miteinander reden und können teilweise nicht klarmachen, wofür wir stehen.


Schäfer-Gümbel warnte vor einem unüberlegten Ausstieg aus der Großen Koalition mit der CDU. Denn die SPD habe entgegen landläufigen Schlechtredens einiges erreicht und könne noch mehr auf den Weg bringen, wie z. B. die Grundrente und ein Klimaschutzgesetz.


"Warum sind wir die „Fußabtreter“ der Nation und lassen uns das gefallen?", fragte ein verärgerter Genosse.

Schäfer-Gümbel schrieb seiner Partei ins Stammbuch, daß SPD-Forderungen auch von der SPD gelebt werden müßten. Er kritisierte auch die Marktgläubigkeit seiner Partei, was eine Abkehr vom früheren SPD-Standpunkt sei.


Bekanntlich will Schäfer-Gümbel im Herbst aus der aktiven Führungsschicht der SPD mit dem Wechsel zur GeselIschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) aussteigen. Er begründete dies unter anderem damit, daß für ihn in Berlin „kein Platz“ gewesen sei. Nach gut einer Stunde musste „TSG“ die Runde verlassen, da der Parteivorstand noch am Sonntag in Berlin tagte.


„Ein neuer Sozialstaat für eine neue Zeit“ bleibt auf der Tagesordnung und es wird erneut dazu eingeladen werden.

Thorsten Schäfer-Gümbel (links) und Norbert Weigelt (rechts) bei der Diskussionsrunde.

Zum Pressebericht des Gießener Anzeigers


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