Erfolgreiche Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsbezirks Großen-Buseck

Ein kurzer Rückblick auf die JHV des SPD-Ortsbezirks Großen-Buseck am 12. März 2019:

Der Großen-Busecker SPD-Ortsbezirksvorsitzender Erich Hof konnte trotz hohem Krankenstand zahlreiche SPD-Mitglieder im Kulturzentrum begrüßen, darunter die Landrätin Anita Schneider und SPD-Bildungsbeauftragte Dr. Alexandra Kurth. Nach dem Totengedenken Rudi Seidel, Wolfgang Schmidt, Anni Poggel und Otto Dort stieg man sogleich in die Tagesordnung ein.


In seinem Bericht über die politische Arbeit auf Ortsebene zählte Hof etliche arbeitsintensive Aktivitäten wie Verteilaktionen von Werbematerial, Plakatierung und Infostand zur Landtagswahl, Mitwirkung am Sommerfest der Busecker SPD, Adventfeier und Mitwirkungen an der Gedenkstunde „Reichspogromnacht“ und Blumenverteilungen zum Internat. Frauentag 8.3. auf. Vier Neueintritte standen fünf Austritte und vier Todesfälle gegenüber, sodaß die Mitgliederzahl auf 79 in Großen-Buseck gesunken ist.


Hof schloß seinen politischen Bericht mit einem ausdrücklichen Dank an alle SPD-Aktive.

Dem schloß sich sein kurzer Bericht aus der Großen-Busecker Ortsbeiratsarbeit an. Wichtigste Themen waren der Gemeindehaushalt 2019, die Erweiterung der Handelsfirma Edeka im Gewerbegebiet Ost, das Hessenprogramm „Stadtumbau“ mit der Wieseckinsel in Großen-Buseck und dem Hauptpunkt Freibadsanierung sowie Spielplätze.


Der Busecker SPD-Fraktionsvorsitzende Willy Jost unterstrich die erhebliche Arbeits- und Terminbelastung der Hauptakteure. Der CDU-Fraktionsvorsitzender Frank Müller habe überraschend am 4.12. vergangenen Jahres die Koalition mit der SPD aufgekündigt, einige CDU-Fraktionsmitglieder hätten dies erst aus der Zeitung erfahren. Auf der letzten Gemeindevertretersitzung habe alleine der CDU-Fraktionsvorsitzender Frank Müller für einen CDU-Fraktionsantrag gestimmt, die anderen CDU-Fraktionsmitglieder hätten die Zustimmung zu ihrem Fraktionsantrag verweigert, was ziemlich einmalig sei.


Bürgermeister Haas (SPD) ging auf zahlreiche Arbeitspunkte in Großen-Buseck ein. Die Verkehrsbelastung am Bahnübergang Gewerbegebiet Ost sei gesunken, das ehemalige Poppe-Gelände werde von einer Firma mit Werkshallenbau besiedelt, die Erweiterung der Edeka-Handelsfirma sei nun auf gutem Weg. Buseck sei nicht verschuldet. Den Investitionsdarlehen mit geringen Zinssätzen stünde ein Guthaben der Gemeindekasse in gleicher Höhe gegenüber. Die Zahl der Arbeitsplätze im Gewerbegebiet Ost wachse.


In der anschließenden Diskussions- und  Fragerunde wurde der schlechter werdende Zustand klassifizierter Straßen, wie z. B. der Großen-Busecker Bismarckstraße und der Landstraße von der B49 bemängelt und kritisiert.


Ein ganz anderes Thema, die Umwälzungen von 1918/19 von der Monarchie zur Demokratischen Republik, beleuchtete die SPD-Bildungsbeauftragte Dr. Alexandra Kurth. Damit einher ging die Spaltung der SPD in MSPD, USPD und KPD. Kurth ging im Detail auf den Ablauf der Ereignisse von 1914 bis 1920 ein. Höhepunkte waren die fast gleichzeitige Ausrufung der Republik durch Pilipp Scheidemann und Karl Liebknecht. Fundamentale Rechte wie der Acht-Stunden-Tag, das Wahlrecht der Frauen und das Betriebsverfassungsgesetz seien errungen worden. Den grausamen Gewaltorgien der sogenannten „Freikorps“, nicht der Demokratie sondern nur ihren  Führern verpflichtet, seien tausende zumeist unbeteiligte Personen zum Opfer gefallen. Handelnde, wenn auch nicht tonangebende politische Personen wie Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg seien ermordet worden.

Von links: Lothar Pfeiffer (50 J.), Wolfgang Helm (40 J.), Landrätin Anita Schneider, Angelika Wagner (55 J.), Wilfried Schneider (60 J.), Rudolf Buchtaleck (55. J.), stellvertr. Ortsvereinsvors. Christopher Saal und SPD-Ortsbezirksvors. Erich Hof. Anita Schneider nahm die Ehrungen vor und ging in kurzen Worten auf die Bedeutung der anstehenden Europawahl ein. Neben der Friedenssicherung stünde mit der Schaffung eines Mindestlohns in jedem Mitgliedsland zugeschnitten auf das jeweilige Lohngefüge eine zweite große Aufgabe in Europa an.

Zum Pressebericht der Gießener Allgemeinen

© 2019 SPD-Ortsverein Buseck

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